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Tai Chi - Taijiquan

Nichts in der Welt ist nachgiebiger und weicher als Wasser. Doch nichts ist besser um Hartes und Starkes zu überwinden . - Laotse

Beim Üben des Tai Chi (Taijiquan) finden wir das rechte Maß von Anspannung und Entspannung; eine Entspannung jenseits von Schlaffheit und Kraftlosigkeit. Eine Kraft, die in Ihrer Elastizität beweglich ist jenseits von starrer Härte.

Entspannung führt zu einer guten Wahrnehmung und schärft die Sinne. Der Mangel von körperlicher Aktivität und Überbeanspruchung mentaler Tätigkeit wird ausgeglichen. Die verbesserte Selbstwahrnehmung führt zum Verständnis für sich und andere.

Die Übungsweise des Taijiquans fördert die Besinnung auf sich selbst. Taijiquan wird meist langsam geübt um Ungenauigkeiten aufzudecken, Korrekturen an der Körperhaltung vorzunehmen und die Prinzipien umzusetzen. Alle Bewegungen können auch sehr schnell und dynamisch ausgeführt werden.

Wirkungen von Tai Chi

  • lindert Rückenprobleme,
  • insbesondere Verspannungen im unteren Rücken durch Haltungskorrektur und Tiefenentspannung
  • löst Blockaden in der Wirbelsäule
  • schädliche Haltungs- und Bewegungsmuster werden korrigiert
  • stärkt und harmonisiert den gesamten Organismus durch Qi-Fluss (Lebensenergie)
  • kräftigt das Herz-Kreislauf –System
  • vertieft die Atmung
  • erhöht die Beinkraft
  • verbessert die Beweglichkeit und die Koordination
  • Balance durch Zentrierung des Körpers
  • steigert die Konzentrationsfähigkeit, im Hier und Jetzt sein
  • sorgt für Stressabbau, gleicht das Nervensystem aus
  • geistige Ruhe führt zu Klarheit

Geschichtlicher Hintergrund

Tai Chi - Taijiquan (Tai Chi Chuan) ist entstanden als Synthese aus chinesischen Kampfkünsten, Heilgymnastiken und Meditationspraktiken. Es dient der ganzheitlichen Entwicklung von Körper und Geist. Es ist eine innere Kampfkunst, die äußere Bewegungen der Selbstverteidigung mit der inneren Führung des Qi (Lebensenergie) verbindet .

Der Chen-Stil ist der Ursprung aller Taijiquan-Systeme und entstammt dem chinesischen Dorf Chenjiagou in der Provinz Henan. Vor rund 300 Jahren entwickelte General Chen Wanting dieses einzigartige System aus gesundheitsfördernden Übungen (Qi Gong) und kämpferischen Bewegungen der Kampfkunst (Wushu). Beides verbindet sich darin zu einer Einheit.

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Sein direkter Nachfahre in der 19. Generation ist Großmeister Chen Xiaowang. Die World Chen Tai Ji Association engagiert sich für die seriöse Verbreitung des Taijiquans als vollständiges System. Taijiquan umfasst die traditionellen Hand- und Waffenformen, Tuishou (Schiebende Hände) und Sanshou (freie Kampfanwendungen).

Die Basis hierfür ist das authentische Qi Gong (Energiearbeit) der Familie Chen, die sogenannten Seidenübungen (Cansigong). Das Besondere am Chen-Taiji ist der Wechsel von weichen spiraligen Bewegungen und explosiver Direktheit.